Unser Motto:
Hilfe zur Selbsthilfe

Wir praktizieren seit 35 Jahren gelebte „Hilfe zur Selbsthilfe“ bei unseren Projekten im Norden Kenias (Region Baawa). Das bedeutet, die Menschen vor Ort unter ihrer Mitwirkung so zu stärken, dass sie ihre Lebensbedingungen langfristig selbst steuern und verbessern können.

Hierzu unterstützen wir Projekte in den Bereichen Bildung (Grundschulen, Schulmahlzeiten, Patenschaften), Ernährung, Landwirtschafts- und Wassermanagement (Gewächshäuser, Freilandbewässerung, Hühnerhaltung, Brunnenbau) sowie Gesundheit und Hygiene (Krankenstation, Workshops) mit Unterstützung lokaler Repräsentanten und lokaler Multiplikatoren.

Die praktische Wirkung unserer Arbeit mit Ihren Spenden:
  • Lokale Beteiligung statt Versorgung: Die Gemeinden und Bedarfsgruppen (Lehrer, Frauengruppen, etc.) planen und tragen die gemeinsamen Projekte mit.
  • Wissen weitergeben: Lokale Fachkräfte geben das Gelernte an andere weiter.
  • Nachhaltige Infrastruktur: Brunnen, landwirtschaftliche Farmen und Schulen werden so angelegt, dass die Menschen sie selbst betreiben und erhalten können.
  • Einkommen schaffen: Selbst erwirtschaftetes Geld schafft Anreize – kleine landwirtschaftliche Betriebe helfen dabei, Einnahmen (insbesondere bei Frauen) aufzubauen.
  • Patenschaften ermöglichen, dass Jugendliche aus prekären Verhältnissen Zugang zu Bildung bekommen und dadurch eine Chance haben, einen neuen Lebensweg einzuschlagen.


Wie gehen wir vor:
  • Projekte werden in Phasen umgesetzt: Bedarfsanalyse, gemeinsame Planung, Umsetzung und Übergabe in lokale Verantwortung.
  • Einbindung lokaler Gruppen: Sie identifizieren Bedürfnisse, setzen Maßnahmen mit um, bringen sich mit Eigeninitiative ein und übernehmen später Verantwortung.
  • SamburuHilfe e.V. / CBO: Stellt die notwendige Eigenfinanzierung, Begleitung und Monitoring sicher.
Unser Ansatz verbindet zeitweilige Unterstützung mit langfristiger Eigenständigkeit und schafft so die Grundlage für nachhaltige Entwicklung.

Wir wollen den Menschen vor Ort in ihren angestammten Lebensräumen helfen. Dabei verfolgen wir den partizipatorischen Ansatz: „Eine Hilfe, die umsonst ist, ist auch nichts wert.“

Daraus leitet sich das gelebte Verständnis ab, dass eine Projektmaßnahme immer mit Eigenmitteln der Nutzer vor Ort unterstützt werden muss.

Der Ansatz ist anspruchsvoll und braucht Zeit, Vertrauen und kontinuierliche Begleitung. Er funktioniert nicht, wenn externe Akteure fertige Lösungen überstülpen oder lokale Kapazitäten unterschätzen. Deshalb beschränkt sich unsere Hilfe auch nur auf eine begrenzte Region und orientiert sich an den tatsächlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Menschen vor Ort.
Unsere Partner vor Ort
Im Jahr 2017 wurde im Projektgebiet eine CBO (Community Based Organisation) als eigenständige Organisation (SamburuHilfe Kenya) gegründet. Mit ihr ist es möglich, auch staatliche und kommunale Unterstützung durch örtliche Behörden und Institutionen zu erlangen. Sie ist vor Ort tätig und wird durch Lehrkräfte, Bürgermeister, Gemeindekomitees, Parlamentsabgeordnete und sonstige interessierte Personen gebildet. Die CBO fungiert als verlängerter Arm unserer Organisation und mit dieser ist es möglich, in Kenia auch staatliche und kommunale Unterstützungen durch örtliche Behörden und Institutionen zu erlangen.

Die CBO SamburuHilfe Kenya hat 40 Mitglieder, 35 Männer und 5 Frauen. Der Vorstand der CBO besteht ausschließlich aus lokalen Mitgliedern, die ebenfalls ehrenamtlich arbeiten. Vorsitzender ist Herr Petri Lelenguiya. Unterstützt wird der Vorstand durch mehrere Beisitzer, wobei einer von ihnen als MCA (Member of Samburu County Assembly) hauptberuflich tätig war. Dadurch bestehen auch intensive Kontakte zum Bildungsministerium und zur Schulbehörde im Samburu County. Der Vorstand der CBO trifft sich regelmäßig, um anstehende Projekte zu besprechen und weiterzuentwickeln und Problemstellungen zu klären. Dazu steht die CBO mit der SamburuHilfe e.V. in engem Austausch, um gemeinsam Synergieeffekte zu bilden.

Die CBO ist eine lokale Projektorganisation, der die sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensbedingungen in der Region Baawa zu verbessern. Wesentliche Schwerpunkte sind die Schaffung und Verbesserung von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche und auch in der Erwachsenenbildung, sowie die Erweiterung der Nahrungssicherheit, die Verbesserung der Wasserversorgung und Unterstützungsleistungen im Bereich Gesundheit und Vorsorge.

Die Repräsentanz von Frauen in verschiedenen Gremien wird durch die CBO und die SamburuHilfe e.V. aktiv gefördert und es wurden in den letzten Jahren insbesondere einige Ämter in Schul- und Gemeinde Komitees aktiv durch Frauen aus den Gemeinden besetzt.

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